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Bemalte Ledersäcklein des 16. Jahrhunderts zur Aufbewahrung von Urkunden Ausstellung vom 13. September bis 12. November 2017

Für die Aufbewahrung wichtiger Dokumente und Urkunden liess der Freiburger Staatsschreiber Wilhelm Techtermann (im Amt von 1579 bis 1593) rund 50 aufwendig gestaltete Lederbeutel fertigen. Vierzehn Säcklein blieben im Staatsarchiv Freiburg i. Üe. erhalten. Sie wurden kürzlich in der Abegg-Stiftung im Rahmen einer Abschlussarbeit im Studiengang Textilkonservierung/-restaurierung untersucht und restauriert. Nun werden sechs dieser einzigartigen Beutel sowie einige dazugehörige Urkunden aus dem Freiburger Staatsarchiv ausgestellt. Pressetext | Poster Master-Thesis

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Winkel

1587_Saecklein

Säcklein für die Urkunde des Goldenen Bundes

Das Ledersäckchen ist mit einem Wappenkreis bemalt, der eine weisse Taube mit goldenem Heiligenschein umschliesst. Im Uhrzeigersinn, von der oberen Mitte beginnend, sind die Wappen von Freiburg, Uri, Unterwalden, Solothurn, Zug, Schwyz und Luzern dargestellt. Unterhalb der Wappendarstellung ist ein Schriftband mit dem Wortlaut «Catholischer Pünd der 7 Orte» erkennbar. Das Säcklein enthielt die Urkunde des Goldenen Bundes, eines am 5. Oktober 1586 in Luzern geschlossenen Bündnisses der sieben katholischen Orte. | Freiburg i. Üe., 1587; bemaltes Leder, lederne Zugschnüre und Zierknoten, seidene Fransenborten und Quasten, 38 x 31 cm; Staatsarchiv Freiburg, Archivsäcklein, 10

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Urkunde des Goldenen Bundes

Das prachtvolle Dokument besteht aus einem rechteckigen Pergament mit einer Grösse von etwa 64 x 53 cm. Es sind Knickspuren erkennbar, die Hinweise auf die Aufbewahrung im Ledersäckchen geben. Die Urkunde besitzt noch fünf ihrer ehemals sieben Wachssiegel; eines davon liegt in einer schützenden Siegeldose aus Holz. Die Siegel hängen an Schnüren in den entsprechenden Wappenfarben. | Goldener Bund der sieben katholischen Orte der Eidgenossenschaft, 1586. Pergament, bemalt; Staatsarchiv Freiburg, Verträge und Richtungen, 16a

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Säcklein mit dem Wappen der Grafen von Neuenburg und dem Wappen von Freiburg

Über der Wappendarstellung ist ein Schriftband mit dem Schriftzug «Burgrecht mit de(n) Grafen vo(n) Nüwe(n)burg» zu erkennen. Unter dem Schriftzug ist die kleinere, schwer lesbare Aufschrift «D 63 … No 70» vermerkt. Anhand der Wappendarstellungen, der Beschriftung und des Etiketts auf der Rückseite des Beutels konnte der ursprüngliche Inhalt vollständig rekonstruiert werden. Das Archivsäckchen enthielt acht gefaltete Urkunden, die alle auch im Freiburger Staatsarchiv erhalten geblieben sind. Die beiden ältesten datieren aus dem Jahr 1290. | Freiburg i. Üe., 1586; bemaltes Leder, lederne Zugschnüre und Zierknoten, seidene Fransenborten und Quasten, 46,5 x 32 cm; Staatsarchiv Freiburg, Archivsäcklein, 6