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Villa Abegg das Wohnhaus der Stifter als Museum – Führungen auf Voranmeldung, täglich vom 25. April bis 7. November 2021

Bereits bei der Gründung der Abegg-Stiftung im Jahre 1961 planten Werner und Margaret Abegg, ihr Wohnhaus dereinst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Villa Abegg ist dementsprechend in zeitlicher wie thematischer Hinsicht als Ergänzung und Erweiterung der Sammlungen des Instituts konzipiert worden. Ende der 1960er Jahre vollendet, ist die Villa architektonisch dem oberitalienischen Barock aus dem Umfeld eines Filippo Juvara (1678–1736) verpflichtet. Die strenge Gartenanlage mit Wasserspielen steht in ähnlicher Tradition. Die Repräsentationsräume im Erdgeschoss sind mit originalen Wandverkleidungen, Lüstern und Möbeln, aber auch mit Gemälden, Skulpturen und Porzellan ausgestattet. Die Villa Abegg bewahrt den Charakter eines bewohnten Hauses, das Besucher, geladenen Gästen vergleichbar, in geführten Kleingruppen besichtigen können. Im Rahmen der Führungen durch die Räume wird jedes Jahr einem Kunstwerk oder einer Gruppe von Objekten besonderes Augenmerk geschenkt.

Karneval in Venedig Die Miniaturdarstellung vom Beginn des Karnevals auf dem Markusplatz ist aus winzigen Glasperlen zusammengesetzt. Nach erfolgreicher Restaurierung wird der kostbare Schaukasten dieses Jahr ausführlich vorgestellt. | Paolo P. Veneziano, 1846, H. 42 cm, B. 54,5 cm, T. 18 cm, Inv. Nr. 4.16.70

Vor der Restaurierung Der Blick in den Schaukasten zeigt ein trauriges Bild: Staub und Schmutz sowie zahlreiche abgebrochene und herumliegende Teile – sowohl von den architektonischen Elementen wie von den Glasfigürchen – trüben die Szene.

Nach der Restaurierung Dank aufwendigen restauratorischen Massnahmen war es möglich, das Mini-Diorama zu reinigen und zu stabilisieren, die abgefallenen Teile wieder zu integrieren und die Lesbarkeit der Szene zu verbessern.

Grosszügiges Entrée Die dem piemontesischen Barock nachempfundene Innenarchitektur der Eingangshalle zitiert das Treppenhaus des Palazzo Madama in Turin. Der eingelegte Marmorboden hat sein Vorbild unter den Arkaden des Dogenpalastes in Venedig.

Erinnerungen an Venedig Bemalte venezianische Kommoden, Tische und Stühle lassen das 18. Jahrhundert wieder aufleben. Zum Mobiliar des Zimmers gehören auch ein Spiegel und ein Kronleuchter aus farbigem Glas.