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Villa Abegg das Wohnhaus der Stifter bleibt 2022 wegen Bauarbeiten geschlossen

Das vor über 50 Jahren im Stil des oberitalienischen Barock gebaute Anwesen bedarf einer Sanierung. Das Dach wird erneuert und die Natursteinrahmen der Fenster werden restauriert. Die historischen Täfelungen und Spiegel, Türen und Tapeten, Kronleuchter und antiken Möbel im Innern verbringen diese Zeit – sorgfältig verhüllt und geschützt – in einem Dornröschenschlaf. Einzelne Kunstwerke sind vorübergehend im Museum ausgestellt.

Zu Gast im Museum: Seidene Chinoiserien Die beiden Gewebebahnen hängen normalerweise in einem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Zimmer im Obergeschoss der Villa Abegg. Sie zeigen mehrere, ungewöhnlich grossformatige figürliche Szenen übereinander und waren wohl einst als Wandbespannung für ein Chinoiserie-Zimmer bestimmt. | Seidengewebe, Holland (Amsterdam), um 1750, Inv. Nr. 99 a–b

Zu Gast im Museum: Exquisites Tafelgeschirr Das elegante Porzellan-Service der Manufaktur Sèvres – eines der verschiedenen, in der Villa Abegg vorhandenen und bei festlichen Anlässen verwendeten Geschirren – ist von höchstem Anspruch. Es zählt zu den Geschenken, die Kaiser Naopleon I. 1805 für Papst Pius VII. vorgesehen hatte. | Teile eines Dessert-Service, Pâte tendre (Weichporzellan), Frankreich, Manufaktur Sèvres, 1801–1805, Inv. Nr. 3.292.01

Grosszügiges Entrée Die dem piemontesischen Barock nachempfundene Innenarchitektur der Eingangshalle zitiert das Treppenhaus des Palazzo Madama in Turin. Der eingelegte Marmorboden hat sein Vorbild unter den Arkaden des Dogenpalastes in Venedig.

Erinnerungen an Venedig Bemalte venezianische Kommoden, Tische und Stühle lassen das 18. Jahrhundert wiederaufleben. Zum Mobiliar des Zimmers gehören auch ein Spiegel und ein Kronleuchter aus farbigem Glas.